Sicherheit
Fünf Schwachstellen, die wir fast immer finden
Tim Neuraltan · 7 Min. Lesezeit · 16. Juli 2026
Jedes System hat seine Eigenheiten. Aber nach Dutzenden von Assessments tauchen immer wieder dieselben fünf Befunde auf – ob im Großkonzern oder im kleinen Unternehmen.
1. Alte Konten, die niemand deaktiviert hat
Ein Mitarbeiter hat vor zwei Jahren das Unternehmen verlassen; das Konto ist immer noch aktiv. Mitunter sogar mit vollem Datenbankzugriff. Das ist der häufigste Befund und am günstigsten zu beheben.
Prüfen Sie es selbst: Ziehen Sie die Liste aller Konten und vergleichen Sie sie mit dem aktuellen Personalstand. Die Differenz ist Ihre Hausaufgabe.
2. Ein Passwort öffnet viele Türen
Dasselbe Administratorkennwort auf Server, Datenbank und Hosting-Panel. Ein Leck öffnet alles.
3. Kundendaten ohne Anmeldung erreichbar
Eine Seite, die eine Anmeldung verlangen sollte, lässt sich direkt öffnen, wenn man die Adresse errät. Das ist die häufigste Einzelursache für große Datenschutzverletzungen in Indonesien.
Prüfen Sie es selbst: Öffnen Sie eine Seite mit Kundendaten, kopieren Sie die Adresse, und laden Sie sie in einem privaten Fenster. Wenn der Inhalt erscheint, haben Sie ein Problem.
4. Backups, die niemand je wiederhergestellt hat
Backups laufen jede Nacht. Aber niemand hat je eine Wiederherstellung versucht. Wir haben einmal Backups gefunden, die acht Monate lang zuverlässig gelaufen waren – und komplett leer waren.
Prüfen Sie es selbst: Stellen Sie das gestrige Backup auf einem separaten Server wieder her. Wenn das nicht innerhalb einer Stunde möglich ist, haben Sie kein Backup.
5. Keine Aufzeichnung, wer was geändert hat
Wenn etwas schiefgeht, kann niemand sagen, wer es geändert hat, wann und von wo. Ohne diese Aufzeichnung wird die Wiederherstellung zum Raten.
Was Sie diese Woche tun können
Vier der fünf oben genannten Punkte lassen sich ohne besondere Werkzeuge prüfen. Sie müssen nicht auf ein Audit-Budget warten. Beginnen Sie mit der Kontenliste – sie liefert am schnellsten Ergebnisse.